Von Tretdraisinen, Riesenbäumen und hinteren Gesangsrängen
Dass wir auch abseits der Bretter, die die Welt bedeuten, absolut krisenfest, strampelfreudig und gesangsstark unterwegs sind, haben wir bei unserer diesjährigen Vereinsfahrt unter Beweis gestellt.
08:30 Uhr – Das Büfett der Champions im Pfarrheim
Der Tag begann pünktlich – ein Wunder an sich! Im Pfarrheim wartete bereits ein Frühstücksangebot, mit allem was das Herz begehrt. Von herzhafter Lyoner über Schinken und Käse bis hin zu Kuchen war alles da. Und weil ein ordentliches saarländisches Frühstück ohne Süßes unvollständig ist, durften natürlich auch die „Mohrekäppscha“ nicht fehlen. Kalorienzählen war strengstens untersagt – schließlich brauchten wir Energie für das, was noch kommen sollte.
09:35 Uhr – Auf zum Bus Altenglan
Mit gefüllten Mägen und bester Laune rollte unser Bus pünktlich um 09:35 Uhr los in Richtung Altenglan. Keine Verspätungen, keine vergessenen Requisiten – ein Einstand wie aus dem Drehbuch.
10:45 Uhr – Tour de Draisinen: Muskelkater lässt grüßen!
In Altenglan warteten knapp 20 Kilometer Schienenstrang auf uns. Bei absolutem Kaiserwetter wurden die Draisinen gekapert und der Tross setzte sich in Richtung Lauterecken in Bewegung. Was anfänglich nach gemütlichem Dahingleiten aussah, entpuppte sich schnell als eine Mischung aus Oberschenkel-Training und Höchstleistungssport.
Um 12:00 Uhr kam die rettende Oase: Ein Biergarten direkt an der Strecke! Nach einer dringenden Stärkung in flüssiger Form – rein aus dehydrierungs-technischen Gründen, versteht sich – ging es um 12:40 Uhr mit frischem Schwung weiter.
12:45 Uhr – Kultur, Historie und ein Gigant in Glanbrücken
Nächster Halt: Glanbrücken! Hier stand Kultur auf dem Programm – die Leppla-Mühle, die von 1358 bis in die 1960er Jahre unermüdlich mehlte. Wir wurden königlich und herzlich mit gekühlten Getränken empfangen. An dieser Stelle ein riiiiesiges Dankeschön an Dirk (Thorsten Brills Arbeitskollege), der diesen beschaulichen Zwischenstopp für uns organisiert hat! Dort gab es von Hans Georg Leppla dann auch noch eine Führung durch die Mühle, über Dielenböden verteilt auf drei Etagen, über nicht genormte Treppen teilweise ohne Geländer, schlängelten wir uns durch die Ebenen. Nach einem Zwischenhalt im „Paradies“ machten wir noch ein Gruppenfoto vor dem örtlichen Mammutbaum (seit 1974 im Dienst, stolze 30 Meter hoch). Ein Motiv, das fast so imposant wirkte wie unsere gesamte Truppe.
13:45 Uhr bis 14:55 Uhr – Endstation Lauterecken & Aufschlag in Meisenheim
Nach dem Kulturteil ging es zügig weiter zum Zielbahnhof Lauterecken. Dort wartete bereits unser treuer Bus samt Fahrer auf uns. Nächste Station: Das idyllische Meisenheim!
Gegen 14:55 Uhr schwärmten die Alsweiler Kulturreisenden aus:
- Gruppe A: Steuerte zielstrebig den nächsten Biergarten an.
- Gruppe B: Fand das gemütlichste Café der Altstadt.
- Gruppe C: Erkundete tatsächlich ganz vorbildlich die Umgebung.
17:00 Uhr – Schlemmen im „Bierengel“
Nach dem harten Draisinen-Strampeln und Pflastertreten hatten wir uns eine ordentliche Mahlzeit mehr als verdient. Im Restaurant „Bierengel“ wurden die Speicher üppig und schmackhaft wieder aufgefüllt. Die Laune stieg proportional zum Sättigungsgrad!
19:45 Uhr – Heimfahrt mit Opernqualitäten (oder so ähnlich)
Um 19:45 Uhr traten wir die Heimreise an. Die hinteren Ränge des Busses liefen dabei zu musikalischer Höchstform auf: Es wurde gesungen, geschmettert und geschunkelt. Ob die Darbietung jetzt rein fachlich „bühnentauglich“ war, darüber lässt sich streiten – aber in puncto Gefühl und Leidenschaft waren es mindestens 9 von 10 Punkten!
21:15 Uhr – Wieder daheim in Alsweiler
Pünktlich um 21:15 Uhr hatte uns die Heimat wieder. Ein rundum fantastischer, abwechslungsreicher Tag ging zu Ende, der bei wirklich allen Beteiligten auf Begeisterung stieß.
Ein riesiges Dankeschön geht an:
Die Organisatoren: Für die perfekte Planung, das fantastische Programm und den reibungslosen Ablauf!
Dirk und Hans Georg: Für den tollen Empfang und die Mühlen-Führung in Glanbrücken!
Unseren Busfahrer Norman: Der uns nicht nur sicher und souverän von A nach B, B nach C und C wieder nach A gebracht hat, sondern zum krönenden Abschluss auch noch mit einem KI-generierten Liedchen überraschte!
Fazit: Der Theater und Karnevalverein Alsweiler kann nicht nur Bühne und Bütt – wir können auch Draisine, Dichtkunst und Gesang im Bus. Auf die nächste Fahrt ein dreifaches Helau!

