Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen durfte der Theater- und Karnevalverein Alsweiler zahlreiche Besucherinnen und Besucher zur Aufführung des Schauspiels „Marienerscheinung 1876“ an der Marienquelle im Härtelwald begrüßen.
Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Marpingen 1876 – Ein Dorf schreibt Geschichte“ und führte die Zuschauerinnen und Zuschauer zurück in eine Zeit, die Marpingen bis heute prägt.
Das von Herbert Ames verfasste Theaterstück schildert in saarländischer Mundart die Ereignisse rund um die Marienerscheinungen des Jahres 1876. Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse einer Marpinger Familie, deren Kinder von einer geheimnisvollen Begegnung im Härtelwald berichten. Die Handlung zeigt eindrucksvoll die Verunsicherung, die Hoffnungen und die Spannungen, die sich damals im Dorf ausbreiteten. Auch die Auseinandersetzungen zwischen der katholischen Bevölkerung und den preußischen Behörden während des Kulturkampfes werden eindrucksvoll dargestellt.
Vor der historischen Kulisse der Marienquelle brachten die Darstellerinnen und Darsteller die bewegenden Szenen mit authentischen Kostümen auf die vom Verein gestellte Bühne. Besonders die Verwendung der alten Mundart verlieh dem Stück eine besondere Nähe. Das ein oder andere heute nicht mehr bekannte Wort wurde vorab erklärt.
Trotz der großen Hitze fanden zahlreiche Besucherinnen und Besucher den Weg zur Marienquelle und verfolgten die Aufführung aufmerksam. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, Geschichte an jenem Ort zu erleben, an dem die historischen Ereignisse ihren Ursprung nahmen. Die angebotene Bewirtung sowie der Shuttle-Service wurden gerne angenommen und sorgten für einen angenehmen Aufenthalt.
Ein besonderer Dank gilt Autor Herbert Ames für das Schauspiel, allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne -insbesondere OA-Team und Technik, den Helferinnen und Helfern, der Gemeinde Marpingen sowie allen Unterstützern, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Der Theater- und Karnevalverein Alsweiler freut sich, mit dieser Aufführung einen Beitrag zur Veranstaltungsreihe „Marpingen 1876 – Ein Dorf schreibt Geschichte“ geleistet zu haben. Die vielen positiven Rückmeldungen zeigten, dass die Geschichte von 1876 auch heute noch viele Menschen bewegt.
Moderation: Werner Laub
Regie: Norbert „Norri“ Brill
Text: Herbert Ames
Maria (Mädchen aus der Erzählung): Lotta Brill
Agnes (Mädchen aus der Erzählung): Greta Rauber
Anna (Mutter der beiden Mädchen): Nicole Glaab
Hennes (Vater der beiden Mädchen): Thomas Bauerfeld
Amalie (Großmutter der Mädchen): Uschi Lorenz
Pastor: Robert Rauber
Nachbar „Wellm“: Norbert Brill
Feldwebel: Bruno Rauber
Soldaten: Jürgen Ames und Phillipp Kessler

